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Monatliche Konsumausgaben privater Haushalte 2008 nach monatlichem Haushaltsnettoeinkommen

Art der Angabe  Maß-
einheit 
Haushalte
insgesamt 
davon Haushalte mit einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen von … Euro 
unter
900 
900  1 300  1 500  2 000  2 600  3 600  5 000 
bis unter 
1 300  1 500  2 000  2 600  3 600  5 000  18 000 
Insgesamt Euro 2 445 872 1 203 1 392 1 677 2 050 2 459 3 235 4 363
davon entfielen auf
Nahrungsmittel, Getränke, Tabakwaren u. Ä. Euro 333 173 194 205 247 296 360 428 499
% 13,6 19,8 16,1 14,7 14,7 14,4 14,6 13,2 11,4
Bekleidung und Schuhe Euro 112 29 48 58 73 81 112 146 230
% 4,6 3,3 4,0 4,2 4,4 4,0 4,6 4,5 5,3
Wohnen, Energie, Wohnungsinstandhaltung Euro 794 393 515 568 595 729 838 988 1 185
% 32,5 45,1 42,8 40,8 35,5 35,6 34,1 30,5 27,2
Innenausstattung, Haushaltsgeräte und -gegenstände Euro 120 25 43 48 74 108 117 161 243
% 4,9 2,9 3,6 3,4 4,4 5,3 4,8 5,0 5,6
Gesundheitspflege Euro 103 29 46 46 62 76 99 132 219
% 4,2 3,3 3,8 3,3 3,7 3,7 4,0 4,1 5,0
Verkehr Euro 398 (53) 101 157 244 305 352 608 846
% 16,3 (6,1) 8,4 11,3 14,5 14,9 14,3 18,8 19,4
Nachrichtenübermittlung Euro 69 39 45 50 59 65 73 81 97
% 2,8 4,5 3,7 3,6 3,5 3,2 3,0 2,5 2,2
Freizeit, Unterhaltung und Kultur Euro 259 61 114 142 169 201 256 353 504
% 10,6 7,0 9,5 10,2 10,1 9,8 10,4 10,9 11,6
Bildungswesen Euro 23 / / / (12) (14) 23 30 53
% 0,9 / / / (0,7) (0,7) 0,9 0,9 1,2
Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen Euro 125 (29) 43 54 78 87 122 173 267
% 5,1 (3,3) 3,6 3,9 4,7 4,2 5,0 5,3 6,1
Andere Waren und Dienstleistungen Euro 108 36 48 57 63 88 106 135 220
% 4,4 4,1 4,0 4,1 3,8 4,3 4,3 4,2 5,0

Begriffserläuterungen

Private Konsumausgaben

Bei der Ermittlung der Privaten Konsumausgaben im Rahmen der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe wird vom so genannten Marktentnahmekonzept ausgegangen. Das heißt, es werden ausschließlich die Ausgaben für Käufe von Waren und Dienstleistungen nachgewiesen, die am Markt realisiert werden (können). Dazu zählen auch bestimmte unterstellte Käufe, wie der Mietwert von Eigentumswohnungen, Sachleistungen von Arbeitgebern zugunsten ihrer Arbeitnehmer sowie Sachentnahmen von Selbstständigen aus dem eigenen Betrieb. Der Private Konsum nach dem Marktentnahmekonzept umfasst auch die Käufe von Sachgeschenken für haushaltsfremde Personen sowie die Ausgaben für den eigenen Garten und für die Kleintierhaltung (z.B. für den Kauf von Sämereien oder von Futter).

Bei im Haushalt selbst produzierten oder zubereiteten Gütern erscheint nach dem Marktentnahmekonzept nur der Wert der bezogenen Materialien, Substanzen, Zutaten usw.. Nicht erfasst wird der Wertzuwachs durch die Be- oder Verarbeitung im Haushalt. Nicht zu den Privaten Konsumausgaben gerechnet werden Sachgeschenke anderer privater Haushalte. Eine Ausnahme bilden lediglich so genannte Deputate (z.B. Bier für Brauereimitarbeiter, Energie/Brennstoffe für Beschäftigte im Bergbau/in Energieunternehmen). Diese Sachleistungen werden mit Durchschnittspreisen bewertet und den entsprechenden Ausgaben für den Privaten Konsum hinzugerechnet. Güter, die Arbeitgeber an ihre Mitarbeiter zu Vorzugspreisen abgeben, werden auch nur in dieser Höhe verbucht.

Nicht in den Privaten Konsumausgaben enthalten sind die Zahlung von direkten Steuern, Versicherungen, Übertragungen an andere Haushalte oder Organisationen sowie die Tilgung und Verzinsung von Krediten. Ebenfalls nicht enthalten sind Käufe von Grundstücken und Gebäuden sowie Ausgaben für die Bildung von Geldvermögen.

Die Gliederung der Privaten Konsumausgaben nach Verwendungszwecken erfolgt nach 11 Hauptausgabegruppen, die entsprechend im Haushaltsbuch vorgegeben und außer den Nahrungsmitteln fachlich weiter aufgefächert waren:

— Nahrungsmittel, Getränke, Tabakwaren

— Bekleidung und Schuhe

— Wohnen, Energie, Wohnungsinstandhaltung

— Innenausstattung, Haushaltsgeräte und –gegenstände, laufende Haushaltsführung

— Gesundheitspflege

— Verkehr

— Nachrichtenübermittlung

— Freizeit, Unterhaltung und Kultur

— Bildungswesen

— Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen

— Andere Waren und Dienstleistungen

Haushalt, Haushaltsgröße

Ein Haushalt besteht aus einer Gruppe von verwandten oder persönlich verbundenen (auch familienfremden) Personen, die sowohl hinsichtlich ihres Einkommens als auch ihres Verbrauchs zusammengehören. Sie müssen über ein oder mehrere Einkommen oder über Einkommensteile gemeinsam verfügen und voll oder überwiegend im Rahmen einer gemeinsamen Hauswirtschaft versorgt werden. Als Haushalt gilt auch eine Einzelperson mit eigenem Einkommen, die für sich allein wirtschaftet. Zeitweilig vom Haushalt getrennt lebende Personen, die den genannten Voraussetzungen entsprechen, gehören zum Haushalt, wenn sie überwiegend von Mitteln des Haushalts leben oder wenn sie mit ihren eigenen Mitteln den Lebensunterhalt des Haushalts bestreiten. Haus- und Betriebspersonal, Untermieter und Kostgänger zählen nicht zum Haushalt, in dem sie wohnen bzw. verpflegt werden, ebenso nicht Personen, die sich nur auf Besuch im Haushalt befinden

Generell nicht in die Erhebung einbezogen werden Personen in Gemeinschaftsunterkünften und Anstalten, zu der u. a. die Bewohner von Alters- und Pflegeheimen, die Angehörigen der Bereitschaftspolizei, des Bundesgrenzschutzes und der Bundeswehr gehören, soweit sie nicht einen ständigen Wohnsitz außerhalb der Kaserne haben.

Unter Berücksichtigung dieser Definitionen werden Ergebnisse für Haushalte mit 1, 2, 3 und 4 Personen sowie mit 5 oder mehr Personen im einzelnen ausgewiesen.

Haushaltsnettoeinkommen

Das Haushaltsnettoeinkommen ist definiert als Summe der Monatseinkommen aller Haushaltsmitglieder; alle Einkünfte aus Erwerbstätigkeit, Renten, Pensionen, Vermietung und Verpachtung u. Ä. wurden zusammengerechnet und Steuern und Pflichtbeiträge zur Sozialversicherung abgesetzt. Bei Einkünften aus Gewerbebetrieben oder selbstständiger Arbeit waren die steuerlichen Einkünfte anzugeben. Das Haushaltsnettoeinkommen umfasst nicht die Auflösung von Ersparnissen, die Aufnahme von Krediten, den Verkauf von Vermögenswerten, Erbschaften, Gewinne und dgl., die nicht als Einkommen im Sinne dieser Statistik anzusehen sind.

In die nachgewiesenen Gruppen des monatlichen Haushaltsnettoeinkommens hatten sich die Haushalte (ohne Haushalte von Landwirten) im Rahmen des Einführungsinterviews vom Januar 2003 selbst eingestuft. Die Angaben können daher nur als Anhaltspunkt für die finanzielle Lage der Haushalte angesehen werden; insbesondere ist mit Abweichungen von den im Rahmen der Jahresrechnung der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2003 ermittelten Werte zu rechnen.