aus unserer Monatszeitschrift "Staat und Wirtschaft in Hessen"
Autor(in): Dr. Hans-Peter H a f n e r (Hess. Statist. Landesamt),
Prof. Dr. Rainer L e n z (Fachhochschule Mainz),
Dipl.-Geografin Frauke M i s c h l e r (Statistisches Bundesamt)
Heft: 05-2007
Zusammenfassung:
Seit Anfang 2007 steht mit den Daten der Gehalts- und Lohnstrukturerhebung (GLS) 2001 erstmals ein so genannter Linked-Employer-Employee-Datensatz der amtlichen Statistik für wissenschaftliche Analysen außerhalb der geschützten Räume der amtlichen Statistik zur Verfügung. In einem gemeinsamen Projekt haben die statistischen Ämter des Bundes und der Länder das Basismaterial so anonymisiert, dass einerseits den strengen Anforderungen des gesetzlichen Datenschutzes Genüge getan und andererseits genügend Analysepotenzial erhalten wird. Für über 846 000 Beschäftigte liegen detaillierte Angaben zu Soziodemografie, Tätigkeit und Verdienst vor, denen Informationen zum Arbeitgeber hinzugefügt sind, wie etwa Wirtschaftszweigzugehörigkeit, Region, Beteiligung der öffentlichen Hand und Anzahl der Beschäftigten, differenziert nach Geschlecht sowie nach Arbeiterinnen und Arbeitern sowie Angestellten. Der Datensatz eignet sich gut zur Analyse geschlechtsspezifischer Lohnunterschiede sowie zur Untersuchung der Verdienstunterschiede in tarifgebundenen Betrieben im Vergleich zu solchen, die nach freier Vereinbarung vergüten. Der Datensatz ermöglicht außerdem Analysen zu den verdienstbestimmenden Merkmalen wie zum Beispiel Beruf oder Ausbildung.
Weitere Ergebnisse der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2003
Autor(in): Heinz-Kurt Rompel Heft 05-2006
Zusammenfassung:
Bei den Einkommens- und Verbrauchsstichproben, die seit Anfang der Sechzigerjahre — in der Regel in fünfjährlichem Turnus — in der Bundesrepublik Deutschland durchgeführt werden, bilden die detaillierte Erfassung und Darstellung von Konsumausgaben im Rahmen der Verwendung des gesamten Haushaltsbudgets einen Schwerpunkt. Seit damals haben sich diese Ausgaben vervielfacht und im Jahr 2003 einen Stand von rund 2340 Euro monatlich je Haushalt erreicht. Dabei war die Gesamtzunahme in den letzten fünf Jahren mit 122 Euro oder reichlich 5% außergewöhnlich niedrig. In einigen Teilbereichen waren sogar Rückgänge zu verzeichnen, die mitunter recht kräftig ausfielen. Dadurch haben sich die Gewichte der einzelnen Ausgabepositionen weiter verschoben. Bei den verschiedenen Haushaltsgruppen waren zum Teil erhebliche Differenzen sowohl in der Entwicklung als auch in der Struktur der Konsumausgaben festzustellen. So blieben zum Beispiel die Beamtenhaushalte — auch wegen einer Besonderheit bei der Erfassung der Ausgaben —trotz eines leichten Rückgangs gegenüber 1998 mit über 3130 Euro im Monat beim Konsum an der Spitze, während Haushalte von Arbeitern dank einer kräftigen Steigerung der Ausgaben auf 2520 Euro diejenigen von Angestellten mit 2560 Euro fast eingeholt haben. Bei den Haushalten von Nichterwerbstätigen war die Zunahme der Konsumausgaben mit 8% ebenfalls überdurchschnittlich; trotzdem blieben sie mit einem Betrag von monatlich 1945 Euro am Ende der Skala. Sie hatten zudem den höchsten Anteil für Wohnen und Energie aufzubringen wie — bei anderer Betrachtungsweise — ebenfalls die Alleinstehenden oder die Haushalte mit niedrigerem Monatsnettoeinkommen. Gerade bei den Grundbedürfnissen Ernährung und Wohnen waren die Unterschiede der Ausgabenstruktur zwischen einzelnen Haushaltsgruppen besonders deutlich, weniger bei der Bekleidung oder den übrigen Ausgabepositionen.
Autor(in): Heinz-Kurt Rompel Heft 04-2006
Zusammenfassung:
Zentrale Aufgabe der Einkommens- und Verbrauchsstichproben, die seit 1962 — in der Regel in fünfjährlichem Turnus — in der Bundesrepublik Deutschland stattfinden, ist die Ermittlung der monatlichen Einkommen, Einnahmen und Ausgaben der Haushalte sowie ihrer Aufwendungen für den privaten Verbrauch. Nach den Ergebnissen der Aufzeichnungen ausgewählter Haushalte für das Jahr 2003 erreichte das monatliche Bruttoeinkommen eines hessischen Durchschnittshaushalts einen Betrag von knapp 3900 Euro. Das waren rund 250 Euro oder nicht einmal 7 % mehr als fünf Jahre zuvor, womit sich die Zuwachsrate weiter verringerte. Da unter dem Strich die Entwicklung von Steuern und Sozialabgaben in etwa gleicher Höhe verlief, steigerte sich auch das Nettoeinkommen um rund 7 %. Dagegen wurden die Einnahmen aus Vermögensumwandlung und Krediten gegenüber 1998 zurückgefahren, sodass das gesamte Haushaltsbudget in einem Zeitraum von fünf Jahren um lediglich 3 % stieg. Erneut haben die Einkommen aus Transferleistungen gegenüber den Arbeitseinkommen überdurchschnittlich zugelegt und damit ihre Bedeutung nochmals ausgedehnt. Auf der Ausgabenseite war ein Plus von reichlich 5 % für den privaten Verbrauch zu verzeichnen, dem geringfügige Einsparungen bei den sonstigen Ausgaben gegenüber standen, darunter auch bei denen für die Vermögensbildung. Mit 2340 Euro wurde fast die Hälfte des Gesamtbudgets für den Konsum ausgegeben, während der Anteil des Ersparten auf weniger als 8 % gesunken ist. Die Abhängigkeit zwischen Art der Einkünfte und Struktur der Ausgaben einerseits sowie sozialer Stellung der Bezugsperson und insbesondere Nettoeinkommensklassen andererseits zeigt sich bei näherer Betrachtung der Ergebnisse sehr deutlich. Schon die Differenzen bei den wichtigsten Einkommensarten zwischen allein lebenden Männern (mit Anteilen von 55 % Erwerbseinkommen und 28 % Transfereinkommen) und Frauen (mit Anteilen von 48 bzw. 41 %) waren nach wie vor beträchtlich. In den niedrigsten Einkommensklassen entfiel sogar die Hälfte des Bruttoeinkommens auf öffentliche Transferleistungen. Ähnliche Unterschiede waren zwischen den einzelnen Haushaltsgruppen auch bei den Ausgaben festzustellen.
Autor(in): Theo Hefner Heft 10-2003
Zusammenfassung:
Die Höhe der Arbeitskosten bzw. der Personalnebenkosten wird als ein Hindernis für eine Besserung am Arbeitsmarkt gesehen. Auch bei Diskussionen über den Wirtschaftsstandort Deutschland steht dieses Thema immer wieder im Blickpunkt des öffentlichen Interesses. "Die Personalnebenkosten sind zu hoch", "die Personalnebenkosten müssen gesenkt werden, damit es mehr Arbeitsplätze gibt" oder "die hohen Personalnebenkosten verhindern die Schaffung neuer Arbeitsplätze" sind oft zu hörende Aussagen. Die Pläne zu einer Gesundheitsreform werden z. B. mit dem Argument begründet, dass damit die Personalnebenkosten gesenkt werden könnten. Die Ergebnisse der Arbeitskostenerhebung 2000 bieten nun die Gelegenheit, diese Urteile im Zeitablauf bis zum Jahr 2000 zu überprüfen. Hauptergebnisse dieser Erhebung sind, dass über 94%der Arbeitskosten im Produzierenden Gewerbe entweder Bruttolöhne oder -gehälter oder Arbeitgeberpflichtbeiträge zur Sozialversicherung sind, die Personalnebenkosten von 1996 auf 2000 trotz steigender Arbeitgeberpflichtbeiträge abgenommen haben und die Aufwendungen für die betriebliche Altersversorgung stark zurückgegangen sind.
Autor(in): Heinz-Kurt Rompel Heft 01-2003
Zusammenfassung:
Seit nunmehr 40 Jahren finden in Deutschland im Abstand von fünf Jahren Einkommens- und Verbrauchsstichproben (EVS) bei den privaten Haushalten statt. Neben dem Schwerpunkt der Erhebung, nämlich Angaben über Herkunft und Höhe des monatlichen Budgets sowie über seine Verwendung zu gewinnen, gehören Fragen zur Ausstattung der Haushalte mit ausgewählten langlebigen Gebrauchsgütern, zur Vermögensbildung und zu den Vermögensbeständen zum Programm. Für die kommende EVS im Jahr 2003 wurde weitgehend das Konzept der letzten Erhebung beibehalten, durch das in erster Linie die teilnehmenden Haushalte entlastet und die Aufbereitung der Daten beschleunigt werden sollen. In Hessen sind wieder rund 5500 Haushalte aller Bevölkerungsschichten auf freiwilliger Basis in die Erhebung einzubeziehen. In einem Rotationsverfahren haben sie nach einem „Einführungsinterview“ drei Monate Buch zu führen. Die Vermögensfragen, die zuletzt in Einführungsinterview und Haushaltsbuch aufgegliedert waren, sind diesmal in einer besonderen Anlage zum Einführungsinterview enthalten. In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass sich—zumindest in Hessen—auch die Erhebungstechnik ändern wird, und zwar insofern, als auf den bisher üblichen Einsatz von Interviewern verzichtet wird. Zur Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2003
Autor(in): Theo Hefner Heft: 01-2003
Autor(in): Theo Hefner Heft 10-2002
Zusammenfassung:
Die männlichen und weiblichen Arbeiter und Angestellten im Produzierenden Gewerbe verdienten im April 2002 1,8 % mehr als ein Jahr zuvor. Dabei stiegen die Verdienste der Angestelltenstärker als die der Arbeiter und die der Frauen stärker als die der Männer. Spitzenverdienste wurden im Fahrzeugbau und der Chemischen Industrie erzielt, während das Textil- und Bekleidungsgewerbe und das Ledergewerbe am Ende der Verdienstskala lagen.
Autor(in): Heinz-Kurt Rompel Heft: 05-2002
Die Übersicht ist nach Themenbereichen gegliedert. Innerhalb der Themenbereiche sind die Titel aufsteigend nach dem Erscheinungsjahr sortiert; daneben sind weitere bibliographische Angaben enthalten. Alle gelisteten Beiträge können als Kopie gegen Kostenerstattung beim Hessischen Statistischen Landesamt angefordert werden.