Hierzu zählen alle im folgenden Text erläuterten Schulformen; Schulen des Gesundheitswesens werden in Hessen nicht erfasst. Die Angaben beziehen sich auf öffentliche Schulen und Schulen in freier Trägerschaft (Privatschulen).
Sie ist Pflichtschule, die von Jugendlichen und Erwachsenen besucht wird, die eine berufliche Erstausbildung im Sinne des Berufsbildungsgesetzes durchlaufen. Auch Jugendliche ohne Beschäftigung und solche, die in einem Arbeits- oder Dienstverhältnis stehen, sind berufsschulpflichtig. Die Berufsschulen gliedern sich in die Grund- und Fachstufe. Die Grundstufe dauert in der Regel ein Schuljahr, die Fachstufe in der Regel zwei Schuljahre. Am Verbreitesten ist der Unterricht in Teilzeitform (d. h. schulische sowie betriebliche Ausbildung). Zum Unterricht in Vollzeitform (d. h. nur schulische Ausbildung) zählt das "Berufsgrundbildungsjahr" (BGJ) schulisch und "besondere Bildungsgänge" für Jugendliche, die die verlängerte Vollzeitschulpflicht noch nicht erfüllt haben und in einem Berufsvorbereitungsjahr sind.
Die Berufsfachschule ist eine Einrichtung mit Vollzeitunterricht von mindestens einjähriger Dauer, für deren Besuch weder eine Berufsausbildung noch eine berufliche Tätigkeit vorausgesetzt wird. Sie vermittelt berufliche und allgemeine Lerninhalte und bereitet auf eine Fachbildung in einem Ausbildungsberuf vor oder führt unmittelbar zu einem Berufsabschluss. Berufsfachschulen können zu einem Mittleren Abschluss bzw. durch Zusatzunterricht zur Fachhochschulreife führen oder beim Eintritt einen Mittleren Abschluss voraussetzen.
Sie dient der vertiefenden beruflichen Aus- und Weiterbildung und wird nach einer Berufsausbildung oder ausreichenden Berufspraxis besucht. Die Ausbildung dauert ein bis vier Jahre und wird als Vollzeit- oder Teilzeitunterricht durchgeführt. Der erfolgreiche Abschluss der Ausbildung berechtigt zur Führung einer der Fachrichtung entsprechenden Berufsbezeichnung. Durch Zusatzunterricht kann in den zwei- bis vierjährigen Fachschulen die Fachhochschulreife erworben werden.
Die Fachoberschule baut auf dem Mittleren Abschluss auf und führt neben oder nach einer beruflichen Qualifizierung zur Fachhochschulreife. Die Fachoberschule umfasst in der Regel die Jahrgangsstufen 11 und 12.
Es baut auf einem Mittleren Abschluss auf und umfasst die Jahrgangsstufen 11 bis 13. Berufliche Gymnasien sind durch berufliche Fachrichtungen geprägt und führen zur allgemeinen Hochschulreife.
Sie hat die Aufgabe, berufstätige Jugendliche sowie Auszubildende so zu fördern, dass sie nach einem Vollzeitschuljahr oder nach dreieinhalb Jahren Teilzeitunterricht einen mittleren Bildungsabschluss erreichen können.