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255/2015         26.10.2015

Kosten der Krankenhäuser bei über 6,5 Milliarden Euro — Stärkster Kostenanstieg seit 2011

Die Kosten der hessischen Krankenhäuser stiegen im vergangenen Jahr um 4,1 Prozent (257 Millionen Euro) auf über 6,5 Milliarden Euro – der stärkste Anstieg seit dem Jahr 2011. Wie das Hessische Statistische Landesamt berichtet, betrugen die Personalkosten rund 3,8 Milliarden Euro. Dies war ein Anteil an den Gesamtkosten von 57,6 Prozent; die übrigen Ausgaben verteilten sich auf Sach- und übrige Kosten.

Stärkster Kostentreiber im Berichtszeitraum waren wiederum die Personalkosten, die sich gegenüber dem Vorjahr um 4,1 Prozent bzw. 150 Millionen Euro erhöhten. Die Kosten für den ärztlichen Dienst – auf ihn entfielen 31 Prozent der Personalkosten – stiegen um 4,8 Prozent (rund 54 Millionen Euro) auf knapp 1,2 Milliarden Euro an. Bei den Ausgaben für das Pflegepersonal, mit einem Anteil von knapp einem Drittel die gewichtigste Position bei den Personalkosten, war gegenüber 2013 eine Ausgabensteigerung um 3,6 Prozent (42 Millionen Euro) auf ebenfalls 1,2 Milliarden Euro zu verzeichnen.

Die Personalkosten für den medizinisch-technischen Dienst wuchsen um 3,9 Prozent oder 18 Millionen auf 477 Millionen Euro. Die Ausgaben für Funktions- und Wirtschafts- und Versorgungsdienst sowie für Verwaltungspersonal zusammen erhöhten sich um 4,4 Prozent oder gut 30 Millionen Euro und betrugen demnach 726 Millionen Euro.

Die Sachkosten in den hessischen Kliniken stiegen um 5,1 Prozent (124 Millionen Euro) auf knapp 2,6 Milliarden Euro an. Ursächlich waren hier hauptsächlich deutlich gestiegene Ausgaben für Sonstige betriebliche Aufwendungen. Diese Position umfasst im Wesentlichen Ausgaben für Verwaltungsbedarf, pflegesatzfähige Instandhaltung sowie Versicherungen, und verteuerte sich gegenüber dem Vorjahr um 15,3 Prozent (102 Millionen Euro) auf 770 Millionen Euro. Die Kosten für medizinischen Bedarf stiegen um 4,4 Prozent (53 Millionen Euro) auf 1,3 Milliarden Euro und waren damit der mit Abstand größte Bereich innerhalb der Sachkosten. Die Ausgaben für Lebensmittel und bezogene Leistungen sanken im Vorjahresvergleich um 17,5 Prozent oder 30 Millionen Euro. Wasser, Energie und Brennstoffe verbilligten sich um drei Prozent oder 4,9 Millionen Euro.

Pro Belegungstag entstanden den hessischen Krankenhäusern im Jahr 2014 Kosten in Höhe von 579 Euro (2013: 562 Euro, plus 3,0 Prozent); die Kosten je Behandlungsfall beliefen sich auf durchschnittlich 4355 Euro (2013: 4287 Euro, plus 1,6 Prozent).

Auskünfte erteilt:

Markus Seese
Telefon: 0611 3802-207
E-Mail: gesundheitswesen@statistik.hessen.de