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113/2012          30.05.2012

Energiequelle Nummer eins bleibt Mineralöl

Über die Hälfte der in Hessen genutzten Energie geht auf die Verwendung von Mineralölprodukten zurück. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, summierte sich der Endenergieverbrauch im Jahr 2009 auf 780 300 Terajoule. Das waren knapp fünf Prozent weniger als im Vorjahr. Neben Mineralöl wurden von den Letztverbrauchern zu 21 Prozent Erdgas, zu 17 Prozent Strom, zu 3,9 Prozent erneuerbare Energieträger, zu 3,8 Prozent Fernwärme sowie zu 0,8 Prozent Kohle verwendet.

Werden zusätzlich die Stromerzeugung und andere Umwandlungsprozesse einbezogen, wurden 2009 in Hessen insgesamt rund 883 800 Terajoule Primärenergie verbraucht. Das waren 16 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Ursächlich für den Rückgang waren in erster Linie Wartungs- und Revisionsarbeiten im Kernkraftwerk Biblis, weshalb sich die Stromerzeugung in Hessen — wie bereits 2007 — fast halbierte. Infolge dessen lagen die Anteile der anderen Energieträger höher als im Vorjahr. Wie bei der genutzten Endenergie, wurden auch beim Verbrauch der Primärenergie 2009 überwiegend Mineralölprodukte verwendet (49 Prozent), gefolgt von Erdgas (23 Prozent) und — mit deutlichem Abstand — Kohle (7,9 Prozent). Der Anteil der erneuerbaren Energieträger übertraf mit 6,1 Prozent den Wert des Jahres 2007, während die Kernenergie nur zu 3,3 Prozent und sonstige Energieträger wie z. B. fossile Abfälle zu 0,8 Prozent zum Primärenergieverbrauch beitrugen. Die verbleibenden 9,3 Prozent resultierten aus dem Nettobezug von elektrischem Strom aus anderen Bundesländern.

Seit 1990 hat sich die Struktur der Energieträger verändert. Die erneuerbaren Energien sowie Erdgas, Strom und Fernwärme haben an Bedeutung gewonnen. Die Anteile von Kohle und Mineralölprodukten am Energieeinsatz sind dagegen gesunken. Die erneuerbaren Energieträger umfassen seit 1995 neben Wasserkraft auch die Nutzung von Windkraft, Sonnenenergie, Biomasse in ihren verschiedenen Erscheinungsformen und Erdwärme.

Weitergehende Informationen sind dem statistischen Bericht „Hessische Energiebilanz 2009 und CO2-Bilanz 2008“ zu entnehmen, der unter www.statistik-hessen.de – Industrie, Bau, Handwerk, Energie – Veröffentlichungen kostenfrei zum Abruf bereit steht.

Weitere Auskünfte erteilt:
Jacek Walsdorfer
0611 3802-401
energie@statistik-hessen.de