Weltverbrauchertag am 15. März: 17 100 Euro je Einwohner für den Konsum
Die privaten Haushalte in Hessen gaben im Jahr 2007 knapp 104 Milliarden Euro für den Konsum aus. Wie das Hessische Statistische Landesamt nach Berechnungen des Arbeitskreises „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“ mitteilt, war dies die wichtigste Nachfragekomponente des Bruttoinlandsprodukts und entsprach knapp der Hälfte aller in Hessen erzeugten Waren und Dienstleistungen. Der Rest entfiel auf Staatskonsum, Bruttoinvestitionen und Außenbeitrag. Im Durchschnitt gab jeder hessische Einwohner 17 100 Euro für den Konsum aus.
Der Konsum wird aus dem verfügbaren Einkommen bezahlt, das in Hessen im Jahr 2007 gut 19 000 Euro je Einwohner betrug. Neben dem Konsum stellt das Sparen die andere Verwendungsmöglichkeit des verfügbaren Einkommens dar: In Hessen wurden durchschnittlich 2310 Euro je Einwohner gespart. Die Sparquote, d. h. der Anteil des Sparens am verfügbaren Einkommen, lag mit 11,9 Prozent um gut einen Prozentpunkt über dem Bundesdurchschnitt. Dies auch deshalb, weil jeder Hesse beim verfügbaren Einkommen rund 600 Euro mehr zur Verfügung hatte als im Bundesdurchschnitt (18 410 Euro). Für Konsumzwecke gab im Jahr 2007 jeder Einwohner in Deutschland knapp 16 700 Euro aus, und der durchschnittliche Sparbetrag je Einwohner lag bei 2030 Euro.
Die Konsumausgaben der privaten Haushalte umfassen die Waren- und Dienstleistungskäufe der privaten Haushalte für Konsumzwecke. Weiterhin sind auch Entgelte für häusliche Dienste, der Wert der Nutzung von Wohneigentum, der Eigenkonsum der Unternehmer und so genannte Naturalentgelte enthalten sowie die Konsumausgaben der privaten Organisationen ohne Erwerbszweck, wie etwa Verbände, Kirchen und politische Parteien. Das verfügbare Einkommen umfasst neben dem Primäreinkommen die monetären Sozialleistungen und sonstigen laufenden Transfers, abzüglich der Einkommen- und Vermögensteuern, Sozialbeiträge und sonstige laufende Transfers, die von privaten Haushalten zu leisten sind. Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte entspricht damit dem Einkommen, das die privaten Haushalte letztendlich für Konsum- und Sparzwecke verwenden können.
Der nicht konsumierte Teil des verfügbaren Einkommens zuzüglich der Zunahme betrieblicher Versorgungsansprüche stellt das Sparen der privaten Haushalte dar. Die Relation aus dem so ermittelten Sparen zu dem verfügbaren Einkommen, letzteres erhöht um die Zunahme der betrieblichen Versorgungsansprüche, wird als Sparquote der privaten Haushalte bezeichnet.
Weitere Auskünfte erteilt: