Rund 32 800 Erziehungsberatungen in Hessen
Im Jahr 2011 wurde in Hessen in 32 800 Fällen eine Erziehungsberatung für Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern oder Erziehungsberechtigte durchgeführt. Davon dauerten am Jahresende noch 10 200 Beratungen an, knapp 22 600 Beratungen wurden im Laufe des Jahres beendet. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, nahmen die Beratungen um 1,5 Prozent gegenüber 2010 zu. Innerhalb der Hilfen zur Erziehung stellt die Erziehungsberatung die „schwächste“ Form der Hilfe dar und wird kostenlos angeboten. Bei der Hälfte der Beratungen wurden vorrangig die Eltern oder Erziehungsberechtigten beraten; bei 40 Prozent die Familie und das Kind und bei zehn Prozent vor allem das Kind bzw. der Jugendliche beraten.
Knapp 21 400 Beratungen wurden 2011 begonnen. Den höchsten Beratungsanteil hatten hierbei die Sechs- bis unter Zwölfjährigen mit 38 Prozent. Danach folgten die Zwölf- bis unter 18-Jährigen mit 33 Prozent sowie Kinder unter sechs Jahren mit knapp 22 Prozent. Sechs Prozent der Beratungen erfolgten für volljährige junge Menschen. Erziehungsberatungen waren häufiger für und mit Jungen notwendig (57 Prozent).
Die häufigsten Gründe beim Beratungsbeginn waren mit 31 Prozent Belastungen der Kinder und Jugendlichen durch familiäre Konflikte. Danach folgte die eingeschränkte Erziehungskompetenz der Eltern/Sorgeberechtigten mit 16 Prozent. Probleme in Schule oder Beruf (13 Prozent), Entwicklungsauffälligkeiten und seelische Probleme sowie Auffälligkeiten der Kinder und Jugendlichen in ihrem sozialen Verhalten waren in 15 bzw. knapp 13 Prozent der Fälle Gründe für die Beratung. Hierbei wurden alle Gründe ausgewertet, wobei bis zu drei Gründe angegeben werden konnten.
Die Familiensstruktur begründet oft die Notwendigkeit von Hilfen. In 45 Prozent der Fälle wohnten die Eltern der Kinder bei Beginn der Beratung zusammen. Bei knapp 39 Prozent der zu beratenden jungen Menschen lebten diese mit einem Elternteil ohne neuen Partner.
Wegen des geänderten Erhebungskonzeptes ab 2007 sind Vergleiche zu den Ergebnissen früherer Jahre nur bedingt möglich.
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