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150/2012          16.07.2012

Aquakultur in Hessen
Vier Fünftel der Erzeugung sind Regenbogen-, Bach- oder Lachsforellen

Für das Jahr 2011 wurden die Aquakulturbetriebe aufgrund einer EU-Anforderung erstmals nach Ihrer Produktionsstruktur und den erzeugten Mengen befragt. Als Aquakulturbetriebe gelten Betriebe, die die Produktion von Gewässerlebewesen, wie Fische, Krebs- sowie Weichtiere und Algen, unter kontrollierten Haltungs- und Aufzuchtbedingungen betreiben.

Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, erzeugten insgesamt 70 hessische Aquakulturbetriebe knapp 580 Tonnen Speisefisch, wovon gut vier Fünftel Regenbogen-, Bach- oder Lachsforellen waren. Die Erzeugung von Karpfen betrug lediglich gut vier Prozent des heimischen Speisefischaufkommens.

Von den 70 Aquakulturbetrieben Hessens haben 60 Betriebe Speisefische erzeugt, zehn Betriebe befassten sich ausschließlich mit der Brut- und Aufzucht von Fischen. 90 Prozent der hessischen Produktion stammte aus 23 Betrieben, die mehr als 5000 kg Fisch je Jahr erzeugen. Die anderen Betriebe können überwiegend als Kleinbetriebe bezeichnet werden, sie erzeugten jeweils weniger als 1000 kg Speisefisch pro Jahr.

Regionaler Schwerpunkt der Produktion war im Jahr 2011 der Regierungsbezirk Kassel. Hier wurden fast drei Viertel der Erzeugung festgestellt, gefolgt von Regierungsbezirk Darmstadt mit 16 Prozent der Erzeugung.

Die Erhebung erfolgt in Zukunft jährlich.

Weitere Auskünfte erteilt:
Jörg Führer
0611 3802-519
agrar@statistik-hessen.de