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236/2012          25.10.2012

Erwerbstätigenzahl in Hessen im zweiten Quartal 2012 um 1,3 Prozent gestiegen

In Hessen waren im zweiten Quartal 2012 rund 3,23 Millionen Personen erwerbstätig, fast 43 000 oder 1,3 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahresquartal. Wie das Hessische Statistische Landesamt nach vorläufigen Berechnungen des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ (AK ETR) mitteilt, war der Beschäftigungsaufbau weiterhin positiv, aber weniger dynamisch als in den Vorquartalen (jeweils im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal). Mit den nun vorliegenden Daten wurde in einem zweiten Quartal erneut ein hervorragendes Ergebnis erreicht.

Der relative Zuwachs an neuen Arbeitsplätzen in Hessen entsprach dem Bundesdurchschnitt.

Im Vergleich zum Vorquartal nahm die Zahl der Erwerbstätigen in Hessen im zweiten Quartal 2012 um gut 21 700 Personen oder 0,7 Prozent zu. Ein Zugang der Erwerbstätigenzahl ist im zweiten Quartal saisonal üblich; allerdings war diesmal die Zunahme geringer als im Durchschnitt der beiden letzten Jahre.

Der Schwerpunkt des Beschäftigungsaufbaus in Hessen lag weiterhin bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Aber auch hier schwächten sich die Zuwächse tendenziell ab.

Zum Beschäftigungsaufbau im zweiten Quartal 2012 trugen in Hessen fast alle Wirtschaftsbereiche bei. Die größten absoluten Zuwächse gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum verzeichneten die Dienstleistungsbereiche (plus 35 200 Erwerbstätige oder 1,4 Prozent). Die größten absoluten Beschäftigungsgewinne innerhalb der Dienstleistungsbereiche gab es im Handel, Verkehr, Gastgewerbe, Information und Kommunikation mit einem Plus von 14 700 Personen (plus 1,7 Prozent), gefolgt von Öffentlichen und sonstigen Dienstleistern, Erziehung und Gesundheit mit einem Plus von 12 900 Personen (plus 1,4 Prozent). Der Bereich Finanz-, Versicherungs- und Unternehmensdienstleister, Grundstücks- und Wohnungswesen verzeichnete ein Plus von gut 7500 oder 1,1 Prozent.

Im Baugewerbe stieg die Zahl der Erwerbstätigen im zweiten Quartal 2012 gegenüber dem Vorjahr um knapp 1400 Personen oder 0,8 Prozent, im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) um mehr als 6600 Personen oder 1,3 Prozent. In der Land- und Forstwirtschaft, Fischerei sank im gleichen Zeitraum die Erwerbstätigenzahl um 300 oder 0,9 Prozent.

Bei den hier vorgelegten Ergebnissen, die auf dem Rechenstand des Statistischen Bundesamtes vom 16. August 2012 basieren, handelt es sich um Berechnungen des AK ETR, dem alle Statistischen Ämter der Länder, das Statistische Bundesamt sowie der Deutsche Städtetag angehören.

Zusätzlich zur Erstberechnung der Erwerbstätigenzahl für das zweite Quartal 2012 wurden auch die bisher veröffentlichten Ergebnisse ab dem ersten Quartal 2008 überarbeitet. Die aktualisierten Ergebnisse zur Erwerbstätigkeit können auf der Homepage des AK ETR unter www.ak-etr.de abgerufen werden.

Methodische Hinweise: Die Darstellung der Erwerbstätigkeit erfolgt als durchschnittliche Größe aller Erwerbstätigen nach dem Inlandskonzept (Arbeitsortkonzept). Erfasst werden demnach alle Personen, die im jeweiligen Gebiet ihren Wohn- und Arbeitsort haben, zuzüglich der außerhalb dieses Gebietes wohnenden Personen, die als Einpendler in diese Region ihren Arbeitsplatz erreichen. Zu den Erwerbstätigen rechnen alle Personen, die als Arbeitnehmer (Arbeiter, Angestellte, Beamte sowie Heimarbeiter und marginal Beschäftigte) oder als Selbstständige einschließlich deren mithelfenden Familienangehörigen, eine auf Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben, unabhängig von der Dauer der tatsächlich geleisteten oder vertragsmäßig zu leistenden Arbeitszeit. Grundlage für diese Definition bilden die von der International Labour Organization (ILO) aufgestellten Normen, die im Einklang mit den entsprechenden Definitionen im Europäischen System der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (ESVG) 1995 stehen.

Weitere Auskünfte erteilt:
Wolfgang Emmel
0611 3802-813
etr@statistik-hessen.de